The impact of climate adaptation measures on well-being in Austria


About ACTWELL

Das Projekt ACTWELL untersucht, wie Klimaanpassungsmaßnahmen in Österreich die Lebensqualität der Menschen beeinflussen. Ziel ist es, Anpassungsstrategien zu identifizieren, die sowohl die Folgen von Hitze, Hochwasser und anderen Klimarisiken mindern, als auch das Wohlbefinden verschiedener Bevölkerungsgruppen stärken.
Gemeinsam mit Regionen und Städten werden Maßnahmen bewertet und in Modellen durchgespielt, um ihre Wirkungen über Generationen hinweg abzuschätzen. Auf dieser Basis entwickelt ACTWELL praxisnahe Empfehlungen für Politik und Verwaltung, damit Klimaanpassung zugleich resilient, gerecht und mit den Nachhaltigkeitszielen (SDGs) vereinbar gestaltet werden kann.

MOTIVATION

Der Klimawandel stellt eine zunehmende Bedrohung für das menschliche Wohlbefinden (Lebensqualität), die wirtschaftliche Stabilität und den gesellschaftlichen Zusammenhalt dar und betrifft Österreich bereits heute durch häufigere Hitzewellen, Überschwemmungen und den raschen Rückgang der Gletscher. Diese Entwicklungen wirken sich nicht nur auf Gesundheit, Wirtschaft, Infrastruktur und zentrale Wirtschaftssektoren aus, sondern beeinträchtigen auch soziale Strukturen und das psychische Wohlbefinden der Bevölkerung. Ohne wirksame und rechtzeitige Anpassungsmaßnahmen drohen diese vielfältigen Dimensionen des Wohlbefindens weiter unter Druck zu geraten. Gleichzeitig ist bislang unklar, welche Anpassungsmaßnahmen besonders effektiv sind, um Klimarisiken zu mindern und Lebensqualität zu sichern.Vor diesem Hintergrund verfolgt das Projekt das Ziel, mit dem Adaptation Wedges Concept einen integrierten Ansatz weiterzuentwickeln, der Klimaanpassung systematisch mit der Förderung von Wohlbefinden verbindet.Durch die Analyse bestehender und geplanter Maßnahmen in ausgewählten Regionen sollen deren Wirkungen auf gesundheitliche, wirtschaftliche und soziale Aspekte des Wohlbefindens besser verstanden werden. Das Projekt schließt damit eine zentrale Wissenslücke und schafft eine fundierte Grundlage für koordinierte, gerechte und langfristig wirksame Klimaanpassung in Österreich.

PROJEKTZIELE

Vor diesem Hintergrund verfolgt das Projekt das Ziel, mit dem Adaptation Wedges Concept einen integrierten Ansatz weiterzuentwickeln, der Klimaanpassung systematisch mit der Förderung von Wohlbefinden verbindet.Durch die Analyse bestehender und geplanter Maßnahmen in ausgewählten Regionen sollen deren Wirkungen auf gesundheitliche, wirtschaftliche und soziale Aspekte des Wohlbefindens besser verstanden werden.In einem weiteren Schritt werden gemeinsam mit relevanten Stakeholdern umsetzbare politische Handlungsempfehlungen erarbeitet, die regional verankert, wissenschaftlich fundiert und praxisnah sind. Auf diese Weise leistet das Projekt einen Beitrag zur Stärkung der Klimawiderstandsfähigkeit und des gesellschaftlichen Wohlbefindens in Österreich.ACTWELL schließt damit eine zentrale Wissenslücke und schafft eine fundierte Grundlage für koordinierte, gerechte und langfristig wirksame Klimaanpassung in Österreich.


Das Projekt

Das Projekt wird vom Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz koordiniert und gemeinsam mit dem International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) und dem Institut für Höhere Studien IHS durchgeführt. Es wird im Rahmen des Austrian Climate Research Programme (ACRP) gefördert und läuft von November 2025 bis November 2028.Ansatz und MethodeDas Projekt ACTWELL untersucht mit einem breit angelegten, interdisziplinären Ansatz, wie Klimaanpassungsmaßnahmen die Lebensqualität der Menschen verbessern können.• Dazu werden bestehende und geplante Maßnahmen in mehreren österreichischen Regionen und Städten systematisch erfasst und thematisch geordnet, etwa nach Risiken durch Hitze oder Hochwasser.• Mithilfe von Befragungen von Fachleuten und Bürgerinnen und Bürgern wird erhoben, wie sich diese Maßnahmen vor und nach ihrer Umsetzung auf Gesundheit, Lebensqualität und soziale Sicherheit auswirken.• Ergänzend werden einfache Experimente eingesetzt, um besser zu verstehen, welche Maßnahmen von der Bevölkerung bevorzugt werden und wo Hemmnisse für ihre Umsetzung liegen.• Das Simulationsmodell MIWAG hilft dabei, die kurz- und langfristigen Auswirkungen von Anpassungsmaßnahmen auf unterschiedliche Bevölkerungsgruppen abzuschätzen.• Stakeholder Engagement: In Workshops arbeitet das Projektteam gemeinsam mit regionalen Akteurinnen und Akteuren an praxisnahen Lösungen, die auf lokale Bedürfnisse zugeschnitten sind.Besonderes Augenmerk liegt auf sozialer Gerechtigkeit und Geschlechtergerechtigkeit, damit auch benachteiligte Gruppen von Klimaanpassung profitieren.ACTWELL trägt zur Umsetzung zentraler Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bei, insbesondere zu Klimaschutz (SDG 13), weniger Ungleichheiten (SDG 10), nachhaltigen Städten (SDG 11), Gesundheit und Wohlergehen (SDG 3), Geschlechtergleichstellung (SDG 5) sowie nachhaltigem Konsum (SDG 12).
Das Projekt setzt auf naturbasierte Lösungen wie urbane Begrünung und Auenrenaturierung, um Klimarisiken zu mindern, Biodiversität zu stärken und die Luftqualität zu verbessern. Gerechte Anpassungsstrategien mit Fokus auf vulnerable Gruppen sowie partizipative Prozesse fördern sozialen Zusammenhalt und lokale Verantwortung.
Insgesamt liefert ACTWELL verständliche Entscheidungsgrundlagen und konkrete Empfehlungen, um Klimawandelanpassung wirksam, fair und alltagsnah zu gestalten und so die Widerstandsfähigkeit und die Lebensqualität in Österreich zu stärken.Forschungsfragen des Projekts:Wie beeinflussen spezifische Klimaanpassungsmaßnahmen (z. B. urbane Kühlung, Hochwasserschutz, nachhaltiger Tourismus) subjektive und objektive Indikatoren des Wohlbefindens wie Lebenszufriedenheit, psychische Gesundheit und Einkommensstabilität?Welche Klimaanpassungsstrategien sind in unterschiedlichen regionalen Kontexten Österreichs besonders wirksam, um Wohlbefinden zu fördern?Wie lassen sich die Auswirkungen von Klimaanpassungsmaßnahmen auf das Wohlbefinden quantifizieren, und inwiefern prägen sozioökonomische Ungleichheiten - einschließlich geschlechtsspezifischer Einkommensunterschiede und ungleichem Zugang zu Ressourcen - die Anpassungsfähigkeit verschiedener Bevölkerungsgruppen an den Klimawandel?Welche verhaltensbezogenen Faktoren, wie Vertrauen, soziale Normen und Risikowahrnehmung, beeinflussen die Akzeptanz und den Erfolg von Klimaanpassungsmaßnahmen?


PROJEKTKONSORTIUM

Energieinstitut an der JKU Linz
Institut für Höhere Studien (IHS)
International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA)
Zwanzigvierzig


NEWS & EVENTS

Aktuelle Neuigkeiten und Veranstaltungen aus dem Projekt auf einen Blick.

Lebensqualität im Mittelpunkt der Klimaanpassungs-Forschung💡 Das Forschungsprojekt ACTWELL („ACTive WELL-being through climate adaptation“) untersucht, wie Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel – etwa zu Hitze- und Hochwasserschutz - die Lebensqualität unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen beeinflussen. Mit dem innovativen Adaptation Wedges Concept (AWC) analysieren wir, welche Maßnahmen besonders wirkungsvoll sind, um #Resilienz und #Wohlfahrt zu stärken. In enger Kooperation mit sechs österreichischen Regionen entwickeln wir evidenzbasierte Strategien und Politikleitfäden, damit Klimaanpassung nicht nur Risiken reduziert, sondern auch soziale Gerechtigkeit, Gesundheit und Wohlbefinden fördert – im Einklang mit den #SDGs.Mit dem offiziellen Kick-off-Meeting unseres neuen Projekts #ACTWELL haben wir den Startschuss für ein spannendes Vorhaben zur #Klimaanpassung in Österreich gegeben. Gemeinsam mit unseren Projektpartner:innen - dem Institut für Höhere Studien - Institute for Advanced Studies (IHS), dem International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) und Zwanzigvierzig - Beratung zu Klimaneutralität und Klimapolitik e.U. - starten wir als interdisziplinäres Team.
🤝Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit allen Partnerinstitutionen und bedanken uns herzlich für den gelungenen Projektstart! 🤝


Ergebnisse & Publikationen

Hier finden Sie Ergebnisse, Publikationen und Downloads des Projektes.


KONTAKT


Das Projekt wird durch den Klima- und Energiefonds gefördert und über die FFG im Rahmen des Austrian Climate Research Programme (ACRP) abgewickelt.